ÜBER ROCKFACT
Rockfact wurde 2006 in Münchenstein gegründet – aus einer einfachen Idee heraus: Musikerinnen und Musiker aus der Region sollten einen Ort bekommen, an dem sie unter guten Bedingungen proben, arbeiten und sich entwickeln können.
Das Interesse war von Anfang an gross. Rund 80 Gruppen meldeten sich auf die erste Ausschreibung. Nachdem Grösse, Kosten und Bedingungen der Proberäume feststanden, blieben 18 interessierte Bands übrig. Eine Jury wählte zunächst zehn Gruppen aus, später kamen nach dem Ausbau weitere dazu.
Entstanden ist Rockfact in einer ehemaligen Aluminiumfabrik in Münchenstein. In die grosse Industriehalle wurden nach und nach Proberäume eingebaut, erschlossen durch lange Gänge und unterirdische Bereiche. Vieles wurde bewusst funktional gehalten – unverputzte Wände, einfache Beleuchtung, dafür aber eine Infrastruktur, die genau auf Musik ausgelegt ist.
Ein ausgeklügeltes Lüftungssystem sorgt für ein angenehmes Raumklima. Die Proberäume selbst wurden innen und aussen stark isoliert, damit Bands möglichst unabhängig voneinander arbeiten können. Für die Gestaltung der Räume sind die Nutzerinnen und Nutzer selbst verantwortlich – entsprechend unterschiedlich sehen sie heute aus: von schlicht und praktisch bis gemütlich mit Sofas, Lampen und individuell gestalteten Wänden.
Heute nutzen zahlreiche Bands und Musiker die Räume. Viele Proberäume werden geteilt oder untervermietet, weil nicht jede Band täglich probt. Neben Rock, Pop, Metal, Blues und Funk finden sich auch Musiker aus Jazz und klassischer Musik im Rockfact ein – etwa dann, wenn zuhause schlicht kein Platz für ein lautes Instrument ist oder die besondere Atmosphäre geschätzt wird.
Hinter Rockfact steht Christian, Gründer und Organisator im Hintergrund. Als Musiklehrer und Unternehmer brachte er nicht nur musikalische Erfahrung mit, sondern beschäftigte sich auch intensiv mit Kulturmanagement. Während seines Studiums an der Universität Basel verfasste er Arbeiten über Projektmanagement und Marketing im Zusammenhang mit Rockfact – Erfahrungen, die die Entwicklung des Projekts mitprägten.
Unterstützt wurde der Aufbau von verschiedenen Seiten. Die Eigentümerschaft des Gebäudes stand dem Projekt offen gegenüber, Niggi Ullrich, damals Kulturbeauftragter des Kantons Basel-Landschaft, setzte sich für die Infrastruktur ein, und auch der Lotteriefonds Basel-Landschaft beteiligte sich finanziell am Ausbau.
2011 erhielt Christian den Kulturpreis des Kantons Basel-Landschaft in der Sparte Musik. Auch dieses Preisgeld floss vollständig zurück ins Rockfact.
Rockfact ist gemeinnützig und nicht kommerziell ausgerichtet. Hinter dem Projekt steht kein gewinnorientierter Verein und kein kommerzieller Veranstalter. Einnahmen, Fördergelder und andere Unterstützung fliessen zurück in den Betrieb, die Infrastruktur und die Weiterentwicklung von Rockfact. Im Mittelpunkt stehen die Musik, die Kulturszene und die Menschen, die diesen Ort mit Leben füllen.
Von Anfang an war deshalb klar: Rockfact soll langfristig auf eigenen Beinen stehen. Möglich wird das bis heute durch viele Menschen, die mithelfen, organisieren, reparieren, kochen, putzen, hinter der Bar stehen, Technik betreuen oder einfach dort anpacken, wo es gerade nötig ist.
WARUM ROCKFACT ?
Neben den Proberäumen entstand mit der Zeit auch der Rockfact Music Club.
Der Club bietet Bands eine Bühne in persönlicher Atmosphäre. Gespielt wird Rock, Metal, Pop, Punk, Blues, Funk und vieles dazwischen. Dabei geht es nicht um anonyme Grossveranstaltungen, sondern um Nähe zur Musik, zu den Bands und zum Publikum.
Auch der Music Club folgt dem gemeinnützigen Gedanken von Rockfact. Im Vordergrund steht nicht der kommerzielle Erfolg eines Abends, sondern die Möglichkeit, Live-Musik Raum zu geben und Bands eine Bühne zu bieten.
Für manche Musikerinnen und Musiker ist das Rockfact die erste Bühne überhaupt. Andere bringen bereits viele Jahre Bühnenerfahrung mit. Genau diese Mischung gehört zum Club.
Live-Musik bedeutet hier nicht starres Zuhören in Reihen. Es klirren Gläser, Menschen sprechen miteinander, es wird gelacht, getanzt, diskutiert und natürlich Musik gehört.
Real music for real people.

